Damit es Ihrem Liebling eine Spur besser geht.
 
 

Leistungen

Kontakt

Tierärztliche Gemeinschafts-
praxis Dr. Marholdt

Zum Lattersberg 2
66787 Wadgassen

Telefon: +49 (0) 6834 / 943800
E-Mail schreiben

Anfahrt

thumbnailanfahrt.png.

Unsere Sprechstunden

Mo: 9.00 h bis 11.30 h
und 16.00 h und 18.30 h
Di: Op-Termine
Mi: 9.00 h bis 15.00 h
Do und Fr: 9.00 h bis 11.30 h
und 16.00 h bis 18.30 h

wir bitten um Terminvereinbarung

Zähne

Die Zahngesundheit spielt bei den Haustieren, wie bei uns Menschen auch, eine entscheidende Rolle. Hier besteht die Möglichkeit, prophylaktisch tätig zu werden. Bei Hund und Katze wachsen die Zähne nicht lebenslang nach, wie wir es von z. B. Kaninchen und Meerschweinchen kennen.

Hunde- und Katzenwelpen besitzen nach dem Zahndurchbruch ein Milchgebiss, das mittels des Zahnwechsels durch ein bleibendes Gebiss ersetzt wird. Die sogenannte "Zahnformel" zeigt die Anzahl der Zähne im Ober- und Unterkiefer an.

Das Gebiss eines Katzenwelpen besteht aus 26 Milchzähnen, das bleibende Gebiss besitzt 30 Zähne. Nachrückende bleibende Zähne ersetzen die Milchzähne, die dabei ausfallen. Backenzähne kommen erst im bleibenden Gebiss hinzu (daher besteht das bleibende Gebiss immer aus mehr Zähnen als das Milchgebiss).

Der Hundewelpe besitzt 28 Zähne, die nach und nach von 42 bleibenden Zähnen ersetzt und ergänzt werden.

Die Zähne unterscheiden sich prinzipiell auch hinsichtlich der Anzahl der Zahnwurzeln. So sind Schneide- und Eckzähne z.B. einwurzelige Zähne, während die Vormahl- und die Mahlzähne mehrwurzlig sind (bis zu vierwurzelig).

Milchzahn
Veranschaulichung des Verhält-
nisses zwischen sichtbarem
Milchzahn und der nicht sicht-
baren Wurzel.

Milchzahn
Bleibender Eckzahn durch
Milcheckzahn behindert.

Bei Hunden (besonders kleinwüchsiger Rassen) kommt es häufiger zu sog. "persistierenden Milchzähnen", meist sind die Eckzähne betroffen. In diesem Fall gelingt es den bleibenden Zähnen nicht, die Milchzähne so zu lockern, dass sie von alleine ausfallen. Dies führt auf Dauer zu räumlichen Veränderungen im Kiefer, die ein tierärztliches Eingreifen erforderlich machen können. Wenn die Milchzähne bis zum 8. Lebensmonat nicht ausgefallen sind, obwohl die bleibenden Zähne schon längst durchgebrochen sind, sollten sie gezogen werden. Im allgemeinen sollte der Zahnwechsel mit dem 6. Lebensmonat abgeschlossen sein, aber 2 - 3 Monate darf man in so einem Fall noch warten, um den Zähnen doch noch die Möglichkeit des natürlichen Ausfallens einzuräumen. Da die Milchzähne die bleibenden Zähne in eine Fehlstellung zwingen können, muß der Zahnwechsel unbedingt kontrolliert werden. Es kann vorkommen, dass ein vorzeitiges Ziehen der Milchzähne nötig ist, um Platz für die bleibenden Zähne zu schaffen.

Wenn unsere vierbeinigen Mitbewohner erwachsen sind, sollte auch bei ihnen eine regelmäßige Zahnkontrolle durchgeführt werden. Dies können Sie einerseits zu Hause durchführen, indem sie ihre Lieblinge von Anfang an an Manipulationen im Maulbereich gewöhnen oder sogar eine regelmäßige Zahnpflege (natürlich mit geeigneten Präparaten für Tiere) durchführen. Außerdem wird Ihrem Tier z.B. bei der jährlichen Vorstellung zur Impfung ins „Mündchen“ gesehen, durch die anschließende Behandlung konnte schon so manchem Zahnweh-geplagten vierbeinigem Freund geholfen werden.

Die Neigung zur Zahnsteinbildung ist individuell unterschiedlich. Einerseits spielt sicherlich eine genetische Komponente eine nicht zu unterschätzende Rolle (z.B. nimmt die Kalziumkonzentration im Speichel Einfluss auf die Zahnsteinbildung), besonders sog. "Toyrassen" sind häufig von schlechtem Zahnmaterial geplagt. Aber auch äußere Umstände wie das Futter beeinflussen die Zahngesundheit. Auch bei unseren Tieren sollte, wie bei uns auch, das vernünftige Prinzip gelten, dass Naschereien äußerst sparsam dosiert werden sollten. Zahnstein ist bakteriell äußerst belastet, und es kann auf Dauer zu Karies und Zahnfäule kommen.

Sollten dennoch einmal alle prophylaktischen Maßnahmen nicht ausreichend geholfen haben, und hat Ihr Tier Probleme und/oder Schmerzen beim Fressen, wird es höchste Zeit, eine professionelle Zahnsanierung bei Ihrem Tierarzt durchführen zu lassen.

Dies ist ein Eingriff, der natürlich in Narkose durchgeführt werden muss. Kein Hund und keine Katze lassen sich dazu überreden, eine ohne Narkose schmerzliche Manipulation (denken Sie daran, häufig hat das Tier schon vorher Zahnschmerzen), die zudem noch laut ist, im Kopfbereich durchführen zu lassen. (Manchmal würde ich mir persönlich ebenfalls eine Vollnarkose beim Zahnarzt wünschen, aber dies nur nebenbei).

Bei älteren und gefährdeten Tieren gehört für uns natürlich eine vorherige Kontrolle der narkosewichtigen Organparameter und eine gründliche klinische Untersuchung zur Feststellung der Narkosefähigkeit dazu.

Falls Sie sich für Zahnpflegeprodukte interessieren, können Sie sich natürlich gerne an unser Klinikteam wenden oder unsere Tierärzte in der Behandlung direkt ansprechen.

Lidrandtumor

Bei Kaninchen und Meerschweinchen wachsen Zähne ein ganzes Leben lang. Daher gehören Zahnkrankheiten zu den häufigsten Problemen bei diesen Tieren. Deutlich sichtbar ist ein übermäßiges Wachstum der Schneidezähne. Berühren sich Unter- und Oberkieferschneidezähne nicht, fehlt das natürliche Abschleifen. Dann müssen die Zähne manchmal alle 4 Wochen mit Hilfe geeigneter Instrumente gekürzt werden.

Lidrandtumor

Bitte kneifen Sie niemals lange Zähne mit einem Seitenschneider ab. Dabei verletzen Sie die Zähne und fügen dem Tier unnötige Schmerzen zu. Ein krankhaftes Längenwachstum der Backenzähne ist nicht so leicht zu erkennen. Frißt das Tier nicht oder nur noch wenig, hängen Heufasern aus dem Maul, oder nimmt es ungewöhnlich stark ab, kann das durch Zahnhaken an den Backenzähnen verursacht werden. Bei längerem Bestehen ist auch mit Verdauungsstörungen zu rechnen. Hier muß eine Korrektur der Backenzähne in geeigneter, schonender Gasnarkose durchgeführt werden.